Urteile, Regeländerungen und Marktdaten rund um Ferien- und Saisonvermietung. Jede Meldung verlinkt auf ihre Primärquelle — keine Gerüchte, keine ungeprüften Schlagzeilen.
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National
Wohndekret auf September verschoben: die temporada bleibt außerhalb der LAU
Die Regierung nahm das Decreto-ley wegen fehlender Mehrheiten von der Tagesordnung des Ministerrats vom 28. Juli (Podemos lehnt die Bodenrechtsreform ab; Junts fordert Vermieteranreize und Maßnahmen gegen Hausbesetzer). Es kommt im ersten Ministerrat im September zurück. Das Paket enthielt die erste LAU-Regelung der Saisonvermietung (maximal 12 Monate und ein schriftlich dokumentierter Grund), 21% IVA auf touristische Vermietung und die Verlängerung von Mietverträgen bis Juni 2028. Nichts davon gilt derzeit: Es gibt keinen Text im BOE, und selbst nach Verabschiedung müsste der Kongress binnen 30 Tagen bestätigen — genau daran scheiterte im April das RD-ley 8/2026.
Balearen verhängen Zwangsgelder bis 5.000 € pro Tag gegen illegale Ferienvermietung
Die Balearen-Regierung präsentierte die Mesa del Intrusismo: Tagesbußen von 500 bis 5.000 €, solange ein illegales Angebot nach Aufforderung aktiv bleibt, Abgabe an die Staatsanwaltschaft nach zwei ignorierten Aufforderungen und bis zu 80 % Nachlass, wenn die Wohnung in bezahlbare Vermietung übergeht.
Nach der NRUA-Aufhebung: VUDA bleibt, kein Reparaturgesetz, keine Gebühren-Erstattung
Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Aufhebung in drei weiteren Urteilen (649, 669 und 697/2026). VUDA und der Datenaustausch mit Plattformen bleiben in Kraft, gültig ist der regionale Code; ein Reparaturgesetz oder eine Erstattung gezahlter Gebühren gibt es nicht.
Regierung kündigt Wohn-Dekret für Juli an: Saisonmiete mit Mieterschutz, 21 % IVA auf Ferienwohnungen
Am 29. Juni kündigte die Regierung ein Real Decreto-ley an: Saison- und Zimmerverträge sollen dieselben Garantien wie normale Mietverträge erhalten, dazu eine außerordentliche Vertragsverlängerung und eine IVA-Anhebung von 10 % auf 21 % für Ferienwohnungen. Noch nicht beschlossen oder im BOE veröffentlicht.
Orden HAC/623/2026: neue Formulare und Fristen beim Modelo 210 für Nichtresidenten
Das BOE vom 23. Juni ändert die Modelle 210, 211 und 213: verpflichtende Aufschlüsselung der absetzbaren Kosten je Immobilie und neue Fristen — zu zahlende Mieteinkünfte künftig 1.–20. April des Folgejahres (gilt bereits für Einkünfte 2026); neue Formulare ab 1.1.2027.
Oberster Gerichtshof: Statuten-Verbot der «hospedería» stoppt auch Ferienvermietung
Urteil STS 642/2026 (Zivilkammer, 28. April) bestätigt: ein Statuten-Verbot der «hospedería» erfasst auch die touristische Vermietung. Die Eigentümergemeinschaft kann die Einstellung verlangen — selbst bei gültiger Tourismuslizenz; die Lizenz sticht die Statuten nicht.
Oberster Gerichtshof kippt das nationale Mietregister (NRUA)
Urteil STS 620/2026 (19. Mai) erklärt das NRUA aus RD 1312/2024 für nichtig: dem Staat fehlt die Kompetenz gegenüber den regionalen Registern. Die NRA-Nummer ist nicht mehr verpflichtend.
Das Angebot an Saisonmieten stieg um 22 % gegenüber dem Vorjahr, während Dauerwohnraum um 3 % zurückging. Saisonmiete macht bereits rund 27 % des Marktes aus (idealista, Q1 2026).
Madrid: Dekret 27/2026 in Kraft — CIVUT, mindestens 25 m² und Zustimmung der Eigentümergemeinschaft
Seit dem 26. April braucht jede neue Ferienwohnung in der Region Madrid die ausdrückliche Zustimmung der Eigentümergemeinschaft, das CIVUT-Eignungszertifikat und mindestens 25 m². Bestehende Objekte haben 3 Jahre Zeit zur Anpassung.
Das TSJCV erklärt die Aussetzung der Nutzungsänderungs-Lizenzen für Touristenwohnungen (Stadt-Beschluss 2024) wegen eines Rechtsmangels für nichtig, hält aber das Verbot von Neubauten aufrecht.
Die Wohnmiete stieg um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Druck auf Dauermietverhältnisse und die preisgedeckelten „angespannten Zonen“ erklären den Schwenk zur Saisonmiete.
Kanaren: Ley 6/2025 startet die Uhr — 5 Jahre zur Konsolidierung der touristischen Nutzung
In Kraft seit dem 13.12.2025: verpflichtende vorherige Gemeinde-Genehmigung, Obergrenze von 10 % Ferienwohnungen je Gemeinde (20 % auf den grünen Inseln) und ein Moratorium für Neuanmeldungen. Bestehende Objekte haben 5 Jahre, um die konsolidierte touristische Nutzung zu erklären.
AEPD: Kopie von Ausweis oder Pass darf in Unterkünften nicht gespeichert werden
Die Datenschutzbehörde stellt klar, dass RD 933/2021 zur Erhebung von Gästedaten verpflichtet, aber das Aufbewahren einer Dokumentenkopie nicht erlaubt. Sichtprüfung genügt; das Speichern von Scans verletzt die Datenminimierung.